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  Centar Duga  

Projekt Centar Duga




Bereits seit dem Schuljahr 2003/2004 engagieren sich die Schüler der VS Berching im Projekt „Centar Duga“.

Zum Projekt allgemein:
Ganz kurz zur Geschichte: Die Schüler gestalten zusammen mit ihren Lehrkräften einen thematischen Gottesdienst. Mit diesem Gottesdienst geht die Projektgruppe auf „Tournee“ und erhält als Gegenleistung die Kollekte. Diese Kollekte geht ausnahmslos an das Kinderheim „Centar Duga“ (zu Deutsch: Haus Regenbogen) in Bosnien.


Centar Duga Band wieder auf Tour

Am Samstag, den 07.03.2009 ist es wieder so weit. Bereits zum 5. Mal geht die Centar Duga Band der Volksschule Berching für ihre Schützlinge im Kinderheim Centar Duga in Bosnien auf Tour.
Am Konzept hat sich nichts geändert. Die Schüler der 8. und 9. Klassen der Volksschule Berching gestalten zusammen mit ihren Lehrkräften einen thematischen Gottesdienst. Mit einfühlsamen Liedern und nachdenklichen Texten geht die musikalische Truppe auf Tournee und erhält als Gegenleistung die Kollekte des Gottesdienstes, welche als Spende dem Kinderheim in Bosnien zufließt.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag dieses Mal in den Händen von Alexander Klatt, Stefan Kleinod (Band) und Christine Gottschalk (Chor). Die liturgische Ausarbeitung übernahm Ludwig Fuchs, Religionslehrer an der VS Berching.

In diesem Jahr thematisieren die Schüler im Gottesdienst die Geschichte einer Freundschaft, die Schuld und Versagen überwindet, nach dem Buch: „Der Drachenläufer“ von Khaled Hosseini.


Reihe hinten: Alexander Klatt, Stefan Kleinod, Ludwig Fuchs

Reihe mitte: Magdalena Graf, Christina Braun, Miriam Blomenhofer, Stephanie Sippl, Theresa Koschorrek, Christine Gottschalk
Reihe vorne: Jennifer Mathes, Madleen Weiß, Mario Meiser, Lukas Fuchs


Die Termine stehen fest:
Samstag, 07.03.2009 um 19:00 Uhr in Steinhöring
Samstag, 14.03.2009 um 19:00 in Breitenbrunn
Sonntag, 19.04.2009 um 10:00 Uhr in Kastl
Samstag, 25.04.2009 um 19:00 Uhr in Berching
Samstag, 09.05.2009 in Gerolfing


Centar-Duga-Fahrt nach Kulen Vakuf in Bosnien


vom 17. – 21. September 2007

Montag
Am Montag, den 17.09.07 um 8:30 Uhr, machten wir uns, elf Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Hauptschule Berching, und fünf Begleitpersonen zum Centar Duga Waisenhaus nach Bosnien auf den Weg. Die 822 km lange Fahrt erstreckte sich durch die Länder Österreich, Slowenien, Kroatien und Bosnien. Nach zwölfstündiger, lustiger, cooler, aber auch anstrengender Fahrt kamen wir endlich in Kulen Vakuf in Bosnien an. Empfangen wurden wir abends um 21 Uhr von der Heimleiterin Jasna. Anschließend verwöhnte Sie uns mit einem bosnischen Eintopf, der uns allen „prima“ schmeckte. Wir hatten ja solchen Hunger. Nach lustigem Zusammensitzen und netten Plauderein sind wir noch spazieren gegangen und allmählich ließen wir uns in unseren Schlafsäcken und auf Isomatten nieder.

Dienstag
Verschlafen krochen wir Schüler und unsere Begleit-personen am Dienstagmorgen aus unseren Schlaf-gemächern. Mit einem herzhaften Frühstück wurden wir gegen 8:30 Uhr überrascht. Es gab Wurst, Käse, Weisbrot, Kakao, Tee und für unsre Lehrer extra starken Kaffee. Wir trafen uns in Bihac mit Admir und mit seiner Frau Sabina. Anschließend trennten sich die Wege der beiden Busse bzw. Gruppen und wir fuhren getrennt zu je einer Familie, die von Schutzengel e. V im Familien-projekt unterstützt wird. Dabei lernten wir die bosnischen Lebensverhältnisse kennen und sahen, wie schlecht es den Familien dort noch teilweise geht. Dank der vielen Spenden konnte schon sehr viele Familien geholfen werden. Mit gemischten Gefühle, einerseits Trauer, dass es vielen Menschen dort immer noch schlecht geht und anderseits stolz, durch Auftritte geholfen zu haben, zogen wir mit knurrenden Magen weiter nach Bihac. Dort angekommen besichtigten wir zuerst eine Moschee. Nach dem Gruppenfoto vor der Moschee fing es an „aus Eimern zu regnen“. Dieses Unwetter hielt uns aber nicht davon ab in ein Restaurant zum Mittagessen zu gehen. Die Pizza schmeckte köstlich, wir waren begeistert. Kurz danach ging es zurück nach Kulen Vakuf, zu den Waisenkindern. Diese sind nach dem Brand im Waisen-haus Centar Duga im Frühjahr momentan noch in einem nahe liegenden Haus untergebracht. Das-Centar-Duga-Haus befindet sich daher nämlich noch im Wieder-aufbau. Wir sahen drei Gruppen von Kindern: Die Baby-Gruppe, die Ein-bis Zweijährigen und die „Großen“. Das waren die drei- bis sechsjährigen Kinder. Um 20:00 Uhr aßen wir Abend im Centar-Duga-Haus. Danach stand noch ein abendlicher Spaziergang durch die „Kleinstadt“ an, der uns zuletzt in ein Café führte, dass nahe am Fluss Una gelegen war. Teilweise fröstelte uns schon. Nach vielen Witzen und guten Getränken führte der Weg wieder zurück ins Waisenhaus, wo wir dann zu Bett gingen.

Mittwoch
Nachdem wir unsere Koffer gepackt hatten und sich alle der Reihe nach geduscht und gestylt hatten, gingen wir zum Frühstück. Die Busse wurden geladen, Aufbruchstimmung herrschte. Frau Gottschalk bedankte sich im Namen aller Betreuer bei der Heimleiterin Jasna, der Köchin und dem Hausmeister Mohamed für die Unterkunft und für die gute Verpflegung. Um ca. 10:00 Uhr fuhren wir von Kulen Vakuf in Richtung Kroatien. Die Fahrt dauerte ca. 7 - 8 Stunden. Das ging ganz schön „auf die Nieren“. So fuhren wir der Küstenstraße von Rijeka weiter nach Porec und zum Campingplatz Lanterna. Am Check-In besorgte Herr Fuchs und Herr Stockmeier unsere Mobil-Home-Schlüssel. Die Mobile-Homes haben wir sofort bezogen. Wir waren ganz begeistert, jeder hatte ein Bett und je ein Bad gab es für vier Personen. Anschließend gingen wir ans Meer. Zitternd vor Kälte sprangen die Ersten ins Wasser. Wir erlebten einen wunderschönen Sonnenuntergang. In einem Restaurant am Campingplatz aßen wir ausgiebig zu Abend. Später saßen wir noch gemütlich beisammen und hatten unseren Spaß. Um ca. 24:00 Uhr gingen wir erschöpft schlafen.

Donnerstag
Zerfroren wachten wir aus unserem Tiefschlaf auf. Herr Fuchs und Herr Stockmeier besorgten das Frühstück in einem nahe liegenden Supermarkt. Es gab Wurst, Käse, Nutella und viele andere Leckereien. Um ca. 9:00 Uhr frühstückten wir mit „Blick auf Meer“. Danach und räumten und spülten wir unser Geschirr, Spülmittel wurde gleichmäßig verteilt. Dem Strandgang konnten wir schließlich nicht widerstehen, flotten Schrittes zogen wir los. Das Meer war am Vormittag noch sehr kalt, aber das hielt uns nicht davon ab rein zu springen. Am Nachmittag faulenzten alle am sonnigen Kiesstrand. Es gab einige Überraschungen: Ein Krebs kam da gerade recht. Frisch geduscht und gestylt fuhren wir um 17:00 Uhr in die nahe liegende Stadt Porec. Nach der Besichtigung der Basilika, die dem Eufrasius geweiht ist, teilten wir uns in Gruppen und machten uns auf Erkundungstour durch Porec. Mit einem Walkie-Talkie waren wir immer mit unseren „Beschützern“ in Kontakt. Nach der Shoppingtour durch die Stadt, aßen wir Schüler je eine 80cm große Pizza. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erlebten wir noch einen internationalen Aufmarsch der Polizisten und anschließend eine Siegerehrung des dort ausgetragenen Fußballturniers. Spät nachts sind wir nach wieder einem anstrengenden Tag in unsere Bungalows, bezogen unsere Betten und träumten schon vom nächsten Tag, der Heimfahrt.

Freitag
Der Morgen war frisch. Das machte aber Herr Peach und einigen Schülern, auch „Die Eiskalten“ genannt nichts aus, sie gingen schon in aller Früh an Meer und badeten dort ein letztes Mal. Die anderen wollten diesen Spaß leider nicht erleben. Nach der Erfrischung im Meer machten wir uns für die anstehende Heimreise bereit. Vorher allerdings stärkten wir uns bei einem leckeren, ausgiebigen Frühstück. Nach dem Aufräumen, Abspülen und dem Packen der Koffer begutachtete eine Dame aus der Rezeption unsere Mobil-Homes, die in Ordnung waren, und wir bekamen unsere Kaution dafür auch wieder zurück. Um ca. 10:15 Uhr traten wir unsere lange Heimreise an. Die erste Pause machten wir um 13:15 Uhr bzw. am Mittag. Unser Reiseproviant war lecker, trotzdem war es nicht die letzte Pause, denn wir mussten oft auf die Toilette. Wir fuhren mit dem Stadtbus und mit einem Bus der Firma Herrler, der uns kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür auch an dieser Stelle. Um ca. 21:00 Uhr trafen wir in Berching ein und wurden von unsren Eltern abgeholt.

Wir erlebten viel Interessantes und Neues.
Es war aufregend, einiges regte aber auch zum Nachdenken an.

So kommen wir zu dem Entschluss – Bosnien und Centar Duga war eine Reise wert!


Allen Schülern der VS Berching an dieser Stelle nochmals ein dickes Kompliment für ihr Engagement.

Wer noch mehr über den Verein und das Waisenheim erfahren möchte: Schutzengel-gesucht.de